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Windows Protected Print Mode (WPP): So funktioniert er | COLLAS

So funktioniert der Windows Protected Print Mode (WPP) – und was er für Ihre Drucker bedeutet

TL;DR – Die wichtigsten Fakten in Kürze

  • WPP schaltet Herstellertreiber ab: Windows 11 (ab 24H2) druckt dann nur noch über den IPP-Standardtreiber von Microsoft. Drucker ohne IPP-/Mopria-Unterstützung fallen weg.
  • Die Stichtage laufen: Seit 1. Juli 2026 bevorzugt Windows den IPP-Treiber, ab 1. Juli 2027 gibt es für klassische Treiber nur noch Sicherheitsupdates. WPP soll künftig Standard werden.
  • Jetzt handeln: Geräte prüfen, WPP an einem Test-PC ausprobieren und den Schalter für alle anderen PCs per Richtlinie sperren.

Microsoft mustert die klassischen Druckertreiber aus. Der Windows Protected Print Mode (WPP) ist der letzte Schritt: Wer ihn einschaltet, druckt nur noch über offene Standards. Für gut vorbereitete Betriebe ist das ein Sicherheitsgewinn, für alle anderen ein Stillstand am Drucker. Hier das Wichtigste in fünf Minuten.

Windows 11 Einstellungen mit aktiviertem Windows Protected Print Mode neben einem Multifunktionsdrucker im Büro
Ein Schalter mit großer Wirkung: der Windows Protected Print Mode in den Windows-11-Einstellungen.

Was ist der Windows Protected Print Mode?

WPP ist ein Sicherheitsmodus in Windows 11 (ab Version 24H2) und Windows Server 2025. Ist er aktiv, nutzt Windows nur noch den eingebauten IPP-Treiber. Klassische Herstellertreiber werden blockiert – das gilt für alle Marken gleichermaßen, ob HP, Kyocera, Brother, Epson oder Ricoh. Hintergrund sind Angriffe wie „PrintNightmare“ (2021), bei denen Druckertreiber als Einfallstor ins Firmennetz dienten.

IPP und Mopria
IPP ist ein offenes Protokoll, über das PC und Drucker direkt kommunizieren. Das Mopria-Siegel bestätigt, dass ein Gerät IPP sauber beherrscht – für WPP die wichtigste Angabe im Datenblatt.
Print Support App (PSA)
Hersteller-App, die den Standardtreiber um Funktionen wie Heften, Lochen oder Schachtwahl ergänzt.

Der Zeitplan: Was gilt und was kommt

Stichtag Was passiert COLLAS-Praxistipp
15. Januar 2026 Neue klassische Treiber werden nur noch im Einzelfall von Microsoft signiert. Nur noch Geräte mit Mopria-Zertifizierung kaufen.
1. Juli 2026 Windows wählt bei neuen Druckern automatisch den IPP-Treiber. Fehlt Heften oder Lochen: Hersteller-App nachinstallieren.
1. Juli 2027 Klassische Treiber erhalten nur noch Sicherheitsupdates. Spätestens jetzt Altgeräte austauschen.
Künftig WPP wird Standard – ein Datum nennt Microsoft noch nicht. WPP per Richtlinie selbst steuern.

Quelle: Microsoft Learn – End of Servicing Plan for Third-Party Printer Drivers, abgerufen im September 2026.

Was sich im Büroalltag ändert

Drucken, beidseitig, Farbe oder Schwarzweiß – das funktioniert unter WPP weiter. Ohne Zusatzsoftware fehlen aber Heften, Lochen, Broschüren, Schachtwahl und sicherer Druck per PIN. Außerdem entfernt Windows beim Einschalten alle Drucker mit Herstellertreiber. Schaltet man WPP wieder aus, kommen sie nicht zurück, sondern müssen neu eingerichtet werden.

„Die meisten Anrufe beginnen gleich: ‚Der Drucker druckt, aber Heften geht nicht mehr.' Das ist kein Defekt, sondern die neue Logik von Windows – und in wenigen Minuten behoben.“ – Seraph Kirschbauer, Teamleiter technischer Kundendienst, COLLAS Bürowelt
Achtung
Jeder Anwender kann WPP selbst einschalten:

Der Schalter liegt unter Einstellungen › Bluetooth & Geräte › Drucker & Scanner. Ein Klick genügt, und die Drucker auf diesem PC sind weg. Sperren Sie ihn zentral, bis Ihre Umgebung getestet ist.

Welche Geräte und Lösungen bereit sind

Entscheidend ist, ob das einzelne Modell IPP vollständig unterstützt. Das zeigt die Mopria-Liste zertifizierter Geräte.

  • Canon: Gründungsmitglied der Mopria Alliance. Aktuelle imageRUNNER-ADVANCE-DX- und i-SENSYS-Modelle sind zertifiziert, Finishing kommt über Canons Print Support App.
  • Lexmark und Xerox: Nach Herstellerangaben deckt eine gemeinsame App (Xerox Print and Scan Experience) beide Marken ab – in gemischten Flotten muss die IT nur eine App pflegen.
  • OptimiDoc (Cloud und On-Premises): druckt treiberlos und steuert Heften oder Lochen direkt über IPP, ganz ohne Hersteller-Apps. Mit OptimiDoc Cloud ist WPP in wenigen Klicks eingerichtet, geschützter Druck per PIN oder Karte ist gleich dabei – herstellerunabhängig.
  • uniFLOW (Online und On-Premises): Die Canon-Lösung bietet für WPP-Clients eine Virtual-Print-App für sicheren Follow-Me-Druck, ohne klassischen SmartClient.

Nutzen Sie ein anderes Print-Management-System? Fragen Sie Ihren Anbieter konkret, ob es heute produktiv unter WPP läuft – mit allen Funktionen, die Sie brauchen.

Kyocera oder andere Marken im Einsatz? Kein Problem.

Sie müssen Ihre Geräte nicht austauschen, nur weil sie nicht aus unserem Sortiment stammen. OptimiDoc Cloud arbeitet herstellerunabhängig. Darüber binden wir zum Beispiel auch vorhandene Kyocera-Systeme WPP-tauglich ein. Geschützter Druck per PIN oder Karte, zentrale Druckvorlagen und die Betreuung durch unsere Techniker gibt es dann für die ganze Flotte aus einer Hand, egal welche Marke im Flur steht.

Herstellerunabhängig
Eine Lösung für gemischte Flotten:

Nennen Sie uns Ihre vorhandenen Modelle. Wir prüfen vorab, ob sie sich über OptimiDoc Cloud einbinden lassen, und richten alles ein. Anfragen an service@collas-buerowelt.de oder telefonisch unter 08703 9890 0.
Sie haben noch ältere Geräte?
Wir prüfen Ihre Flotte auf WPP-Tauglichkeit:

Ältere Drucker beherrschen IPP oft nur lückenhaft. Wir sagen Ihnen, welche Geräte bereit sind, wo ein Firmware-Update genügt und wo sich ein Austausch lohnt – auch mit geprüften Gebrauchtgeräten mit Servicevertrag.

In 4 Schritten WPP-bereit

  1. Geräte prüfen: Alle Drucker mit der Mopria-Liste abgleichen, IPP am Gerät aktivieren, Firmware aktualisieren.
  2. Schalter sperren: WPP per Gruppenrichtlinie Configure Windows protected print oder in Intune (OMA-URI ./Device/Vendor/MSFT/Policy/Config/Printers/ConfigureWindowsProtectedPrint, Wert <disabled/>) für alle PCs sperren.
  3. Pilot-PC testen: WPP auf einem Rechner aktivieren (<enabled/>) und echte Abläufe durchspielen: Briefpapier, Heftung, Scan, geschützter Druck.
  4. Lücken schließen: Apps verteilen oder Print-Management einführen, Altgeräte ersetzen, dann WPP schrittweise für alle einschalten.

Keine Zeit dafür? Unsere Techniker übernehmen das per Fernwartung oder als IT-Dienstleistung vor Ort im Raum Landshut und ganz Niederbayern.

Häufige Fragen zu WPP

Wann wird WPP standardmäßig aktiviert?

Microsoft hat es angekündigt, aber noch kein Datum genannt (Stand Oktober 2026). Ab 1. Juli 2027 erhalten klassische Treiber nur noch Sicherheitsupdates.

Was passiert mit meinen Druckern, wenn WPP aktiv ist?

Drucker mit Herstellertreibern werden entfernt. IPP-fähige Geräte laufen weiter, Finishing braucht eine Hersteller-App oder eine Lösung wie OptimiDoc.

Wie prüfe ich, ob mein Drucker WPP-tauglich ist?

Modell mit der Mopria-Liste abgleichen und WPP an einem Test-PC mit den echten Abläufen ausprobieren.


Umstellung begleiten lassen

Flotten-Check, Richtlinien, Einrichtung von OptimiDoc oder uniFLOW – vor Ort oder per Fernwartung. service@collas-buerowelt.de · 08703 9890 0

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Passende Canon-, Lexmark- oder Xerox-Systeme – neu oder gebraucht mit Fullservice-Vertrag, abgestimmt auf Ihr Druckvolumen.

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Ein Beitrag von Sebastian Ussar Fachlich geprüft von Seraph Kirschbauer, Teamleiter technischer Kundendienst
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Sebastian Ussar ist Assistent der Geschäftsleitung und Fachinformatiker für Systemintegration bei COLLAS Bürowelt in Essenbach bei Landshut. Seit 2015 betreut er mittelständische Kunden in Niederbayern und Oberbayern – als IT-Systemhaus für Windows Server, Clients und Netzwerke und als Fachhändler für Drucksysteme. COLLAS Bürowelt (Hans Collas GmbH) wurde 1978 gegründet und betreut heute über 3.500 B2B-Kunden. Fragen zum Beitrag? s.ussar@collas-buerowelt.de

Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung von KI-Technologie und wurde redaktionell von Sebastian Ussar geprüft und freigegeben.